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Erfolgsprojekt: Feuerwehr macht Schule - Landkreis und Kreisfeuerwehrverband suchen weiteren Mitarbeiter (m/w/d) für den Feuerwehrunterricht

Kyritz, den 09.03.2023

Da der Zuspruch von Schulen in Ostprignitz-Ruppin im vergangenen Jahr so groß war, das Wahlpflichtfach "Feuerwehr macht Schule" für ihre Schüler:innen anzubieten, wird vom Kreisfeuerwehrverband OPR zum Schuljahr 2023/24 ein weiterer Mitarbeiter (m/w/d) zur Durchführung des Feuerwehrunterrichtes gesucht. Bewerbungsschluss ist der 17. März 2023. Voraussetzung für die Einstellung ist ein abgeschlossener Berufsabschluss (wünschenswert handwerklich) in Verbindung mit einer feuerwehrtechnischen Ausbildung – mindestens jedoch die Qualifikation eines Gruppenführers(m/w/d) F III einer Freiwilligen Feuerwehr (Abschluss an einer Landesfeuerwehrschule).

 

Seit mehr als einem halben Jahr steht bei rund 70 Schüler:innen an vier Schulen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Wahlpflichtbereich das Fach "Feuerwehrunterricht" auf dem Stundenplan. Mit großem Stolz konnten im Frühjahr und Sommer 2022 an Schulen in Kyritz, Neuruppin, Neustadt (Dosse) und Rheinsberg entsprechende Kooperationsvereinbarungen zwischen den Kommunen als Träger des örtlichen Brandschutzes, den Schulen und Schulträgern sowie dem Kreisfeuerwehrverband OPR zur Umsetzung des Projektes "Feuerwehr macht Schule" abgeschlossen werden. Weitere Schulen im Landkreis haben ebenfalls Interesse angemeldet, das Wahlpflichtfach "Feuerwehrunterricht", das für Schüler:innen der neunten und zehnten Klassen gedacht ist, anzubieten.

 

Kreisbrandmeister Olaf Lehmann brachte die Idee, auf diese Weise Nachwuchs für die Feuerwehren im Landkreis zu gewinnen, aus der Uckermark mit, wo das Projekt erstmals 2015 in Angermünde umgesetzt wurde. Als Pilotprojekt in OPR startete 2020 an der Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse) der Feuerwehrunterricht als rein lokale Initiative. Im vergangenen Jahr legten dort bereits die ersten Schüler:innen ihre Truppmannrpüfungen ab. Seit dem Sommer 2022 wird aber auch in Neustadt das Projekt "Feuerwehr macht Schule" über den Landkreis in Kooperation mit dem Kreisfeuerwehrverband OPR angeboten. "Der Grundgedanke des Feuerwehrunterrichtes ist, dass Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen in diesem Wahlpflichtfach innerhalb ihrer Schulzeit ihre Grundausbildung im Bereich Truppmann Teil I und Teil II absolvieren", erklärt Kreisbrandmeister Lehmann die Intention, das Projekt "Feuerwehr macht Schule" auch in Ostprignitz-Ruppin umzusetzen. Für den Feuerwehrunterricht wurde zudem ein Curriculum erarbeitet, das vom Bildungsministerium in Brandenburg (MBJS) genehmigt wurde.

 

Ende 2021 fanden die ersten Gespräche zwischen Kreisfeuerwehrverband OPR und Landkreis statt, in denen die finanziellen Möglichkeiten zur Durchführung des Projektes besprochen wurden. Denn finanziert wird die Stelle eines Mitarbeitenden, der beim Kreisfeuerwehrverband angestellt und der für die Erteilung des Feuerwehrunterrichtes zuständig ist, über eine Projektförderung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Landrat Ralf Reinhardt ist ein großer Befürworter und Unterstützer des Projektes. Er hofft, dass auf diese Weise den Feuerwehren im Landkreis bei der Suche nach dringend benötigtem Nachwuchs geholfen werden kann. Im Frühjahr 2022 gab es dann auch grünes Licht seitens des Schulamtes für das Projekt. Bei den Schulen im Landkreis stieß die Idee des Feuerwehr-Wahlpflichtunterrichtes auf großes Interesse. 

 

Doch auch die Kommunen, als Träger des örtlichen Brandschutzes, mussten mit ins Boot geholt werden. Denn sie müssen dafür Sorge tragen, dass der Unterricht - jeweils eine Doppelstunde pro Woche - in den Räumen der örtlichen Feuerwehr stattfinden kann, die entsprechende Technik vorhanden ist und ein/e Kamerad:in vor Ort ist, der/die die Türen öffnet, die Schutzkleidung herausgibt und die Technik/Fahrzeuge bedienen kann. Für die persönliche Schutzausrüstung der Schüler:innen können beim Land Brandenburg Fördermittel beantragt werden. 80 Prozent der Kosten trägt dann das Land, 20 Prozent muss der Schulträger übernehmen.

 

Den Unterricht selbst übernehmen Mitarbeitende für den Feuerwehrunterricht, die beim Kreisfeuerwehrverband (KFV) angestellt sind - finanziert über eine Projektförderung des Landkreises OPR - und die für den fachlichen Teil des Projektes zuständig sind. Ihm/Ihr zur Seite steht eine Lehrkraft der Schule, die den Unterricht begleitet, die Aufsichtspflicht hat und für die Notenvergabe (in Abstimmung mit dem Mitarbeitenden des KFV) zuständig ist. Denn schließlich erhalten die Schüler:innen auf ihren Zeugnissen eine Benotung für die Teilnahme am Wahlpflichtfach "Feuerwehrunterricht", die sich über zwei Jahre erstreckt. Ziel sei es, dass die Schüler:innen am Ende der zehnten Klasse so fit seien, um die Prüfung zum Truppmann ablegen zu können, erklärt Kreisbrandmeister Olaf Lehmann. Denn das sei die Qualifikation für den regulären Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Bild zur Meldung: In Kyritz wurde die erste Kooperationsvereinbarung für den Feuerwehrunterricht unterschrieben. © LK OPR